Tagebuch meiner ersten Reise in die Staaten!

IMG_2459Die erste Hürde einer jeden USA-Reise, der ESTA-Antrag. Sehr viele Fragen, aber im Grunde schnell erledigt. Es dauerte einen Tag und schon war mein Antrag bestätigt. Nun konnte es losgehen, auf in neue Abenteuer, auf in den Bundesstaat Georgia. Nur noch die kleine, große Hürde Kofferpacken war zu nehmen, denn es sollte ja noch genügend Platz sein für die Einkäufe des original Christmasshoppings.

Am 4. Dezember um 6:00 Uhr ging es dann endlich los! Ein letztes Mal Eiskratzen für die nächsten 8 Tage und ab zum Flughafen München. Von meinem Koffer verabschiede ich mich in München und hoffe inständig, dass dieser auch ankommt, denn freundlicherweise wurde er mir bis nach Savannah durchgecheckt. Ich selbst musste ein paar mehr Stationen durchlaufen… denn es ging weiter mit United Airlines von Frankfurt über Washington D.C. zum ersten Ziel meiner Reise, Savannah.

Georgia klingt nicht nach dem klassischen Ziel der ersten USA-Reise, aber wie sich sehr schnell herausstellte, I´ve started with the best. Aber lest selbst!

 

Sunday, 4 December 2016

Es war ein entspannter Langstreckenflug – dank Premium Economy! Gegen 19:00 Uhr kamen wir in Savannah an. Nach einem herzlichen Empfang ging es mit einem großen Reisebus (55 Plätze für 11 Personen) direkt zum ersten amerikanischen Dinner im „Olde Pink House“, eine Villa aus dem 18 Jahrhundert, die Maler verzweifeln ließ, da die roten Steine den weißen Anstrich immer rosa verfärbten. Irgendwann haben die Maler resigniert und so erhielt das Haus seinen Namen. Ein wirklich charmantes Restaurant mit tollem Ambiente und erstklassigem Essen! Satt und überglücklich ging es dann direkt ins Hotelbett.

 

Monday, 5 December 2016

IMG_5953Wir starteten mit einem ausgedehnten Frühstück im Henry´s, das größer ausgefallen ist als beabsichtigt, in einen erlebnisreichen Tag. Denn 1 Pancake ist doch viel zu wenig. Da muss man ja mindestens 3 bestellen, um satt zu werden! Gesagt bestellt, einen mit Blaubeeren, einen mit Pekanüssen und einen mit Schokostückchen. Tja, es waren die größten Pancakes meines Lebens – tellergroß, aber super lecker! Danach ging es zur 90-minütigen Stadtrundfahrt in einem nostalgischen Bus von Old Savannah Tours. Unser Tourguide zeigte uns die schönsten Ecken der Stadt und den Square, weltbekannt aus dem Film Forrest Gump. Die Bank steht hier allerdings nicht, diese wurde nur für den Dreh dort platziert. Die sehr interessante Tour endete beim Davenport House, wo uns eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit erwartete. Das Besondere an diesem Haus: es war das erste von vielzähligen Restaurierungsprojekten, um die historischen Häuser vor dem Abriss zu bewahren. Bevor wir am Nachmittag Tybee Island erkundeten – ebenfalls Filmkulisse vieler Produktionen z.B. auch der neue BAYWATCH Film – ist eine Stärkung fällig. Ich dachte noch an eine Kleinigkeit, das Frühstück war ja äußerst üppig, aber die Gastfreundschaft der Amerikaner ist einfach überwältigend. Im The Crab Shack IMG_6053warteten 3 – diese Zahl verfolgte mich wohl an diesem Tag – enorme Platten mit 1A Meeresfrüchten inkl. eines kurzen „How to“, um überhaupt an das leckere Fleisch zu gelangen. Danach war es definitiv wieder Zeit für eine Erkundungstour bzw. einen Verdauungsspaziergang auf der wunderschönen Barriereinsel: meilenlange Sandstrände, viele historische Attraktionen und ein beeindruckendes Ökosystem. Das ganze haben wir uns auch von oben angeguckt, denn wir haben den drittältesten Leuchtturm der Ostküste erklommen. Es war atemberaubend – in zweifacher Hinsicht!

Die Freizeit im Anschluss konnten wir mit ein bisschen Shopping verbringen, trafen uns aber schon bald wieder zum Abendessen in der Moon River Brewing Company und von dort aus ging es ging es weiter zur Holly Jolly Trolley Tour. Und was soll ich sagen, ich war unterwegs mit Gesangstalenten! Denn auf dieser weihnachtlichen Stadtrundfahrt durch Savannah durften wir amerikanische Weihnachtslieder trällern, die Weihnachtstraditionen im Davenport House erfahren und köstlichen Kakao beim Besuch des Lebkuchen Dorfes im Westin Resort genießen. Ich hatte so einen Spaß und die ganze weitere Reise summte ich „it´s the most wonderful time of the year“.

 

Tuesday, 6 December 2016

Den zweiten Tag verbrachten wir auf Jekyll Island und St. Simons, den sogenannten Golden Isles. Dazu haben wir um 8:00 Savannah mit unseren gepackten Koffern verlassen und nach einer 90-minütigen Fahrt mit dem Georgia Sea Turtle Center gestartet. Dort konnten wir live bei einer Operation an einer Schildkröte und der Fütterung eines Babies zusehen. Auch der Driftwood Beach auf Jekyll Island war sehr beeindruckend und Kulisse vieler meiner Fotos – die Unterbrechnung durch den Regen war gar nicht so schlecht für meine Speicherkarte. Nicht weit entfernt das Jekyll Island Club Hotel, im späten 1800 beherbergte dieses Hotel unter anderem J.P. Morgan, William Rockefeller und Joseph Pulitzer. Wir durften SIE besichtigen – ja, das Personal spricht von „her“ – und den besten Key Lime Pie aller Zeiten als Dessert nach einen tollen Lunch probieren! Nicht das einzige kulinarische Highlight dieses Tages.

IMG_6199In Saint Simons angekommen, erwartete uns der Tree Spirit Walk, das sind majestätische Eichen mit eingeritzten Bildern von einer Meerjungfrau, einer Schildkröte, einem alten Mann. Und das waren nur die 3 auf dem Weg zum Leuchtturm. Ja, auch den St. Simons Island Lighthouse mit den 129 Stufen haben wir erklommen, nachdem wir einen kurzen Erklärungsfilm zu diesem und dem Keeper´s Cottage Museum sehen durften.

Mit dem besten Licht machten wir dann einen Fotostopp bei der Christ Church Frederica. Dort predigten Charles und John Wesley bevor Sie nach England zurückkehrten, wo sie die Methodist Church mitbegründeten. Die Brüder spielten auch eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der Episcopal Church, erfuhren wir.

In einer ehemaligen Tankstelle erwartete uns das beste BBQ der Region, und ich muss sagen, meines Lebens. Im Southern Soul BBQ gab es die besten Rippchen ever und auch die anderen Spezialitäten aus dem Smoker wie Pulled Pork waren ein absoluter Gaumenschmaus!

 

Wednesday, 7 December 2016

Am Mittwoch ging es mit dem Bus weiter nach St. Marys. Nach nur einer Stunde Fahrt wurde unsere Gruppe aufgeteilt und in zwei Etappen mit einem kleinen Boot zu Cumberland Island National Seashore übergesetzt. Eine traumhafte Insel mit atemberaubender Natur! Auf unserem „kleinen“ Rundgang (an diesem Tag haben wir insgesamt 17000 Schritte zurückgelegt) kreuzten wilde Pferde und Gürteltiere unseren Weg. Die Tour endete an einem idyllischen Strand. Alles in allem eine großartige Insel, auf der Campen wirklich zum Erlebnis wird! Denn der Wald, die Naturstrände und die Sümpfe flüstern die Geschichte der Menschheit und Natur. Danach lud uns Mary in ihrem wirklich süßen und liebevoll eingerichteten Bed & Breakfast zum Mittagessen ein. Ich träume noch immer von ihrem Schokokuchen! Danach erkundeten wir St. Marys: das Orange Hall House Museum, Oak Grove Cemetery, Submarine Museum u.v.m.

Dann ging es auch schon weiter nach Kingsland. Das Team vom Welcome Center machte mit uns eine kurze Stadtrundfahrt und erläuterte uns die Besonderheit der Stadt aufgrund seiner Lage in einer sehr informativen Präsentation. Dazu gab es die traditionellen „boiled peanuts“ und naja also geröstet sind sie mir lieber.

 

Thursday, 8 December 2016

IMG_6526Schon verlassen wir Kingsland wieder in Richtung Folkston und stürzen uns in die Okefenokee Adventures. Und es war wirklich eines, viele einzigartige Vögel und eine Vielzahl an Alligatoren, die sich in der Sonne aalten. Der Akku meiner Spiegelreflex ging ganz schön in die Knie! Auch wenn es wohl total ungefährlich ist, ich möchte hier nicht Kanu fahren. Nach einem kleinen Ausflug in den Souvenir Shop, wurden wir mit Burgern bewirtet, um gestärkt in die längest Busfahrt unserer Tour zu gehen. In 3,5 Stunden nach Macon. Nach einem kurzen Freshup im Hotel ging es zum Aperitif in die Burke Mansion, ein Bed & Breakfast im Herzen des historischen Bezirkes. Mir blieb wirklich die Spucke weg, so toll war das Ambiente hier. Leider konnten wir kein Zimmer besichtigen, denn das Haus war ausgebucht. Aber die hors d´oeuvres nebst exzellentem Wein entschädigten sofort, ich hätte gerne auch das Frühstück getestet! Hauptgang und Dessert wurden uns im TIC TOC Room kredenzt, einst das Herz der Musikbewegung im Südosten. In diesen vier Mauern traten Berühmtheiten wie Little Richard, Otis Redding, James Brown auf.

 

Friday, 9 December 2016

Am Freitag hatte ich wohl das ungewöhnlichste Frühstück im Macon Downtown Visitors Center, es gab Chicken Burger und Obstsalat zu Kaffee und O-Saft. Fazit: Warum nicht? Gestärkt ging es nach einem Vorstellungsfilm über Macon und dessen Kirschblütenfest zum Ocmulgee National Monument. Dort kann man 17000 Jahre des Native American Indian Erbes erkunden! Danach ging es in den Palast des Südens ins Hay House, wir schnupperten den Hauch von historischem Luxus und lauschten gespannt unserem Guide gespannt. IMG_6664

Das 1842 Inn, ein Haus erbaut 1842 von John Gresham, ist heute ein Bed & Breakfast  mit 19 Zimmern zum Wohlfühlen.

So viel Geschichte macht hungrig, endlich geht´s ins Whistle Stop Cafe´ nach Juliette. Filmliebhaber wissen es, das Cafe´ aus dem Film „Grüne Tomaten“. Was soll ich sagen, die grünen Tomaten und der Fried Green Tomatoe Buger waren der Hammer: Liegt das Geheimnis am Ende wirklich in der Soße? Nach dem tollen Mittagessen schlenderten wir durch das ehemalige Filmset, machten viele Fotos und besuchten die Souvenir Shops. Ich entschied mich für Honig vom Bienenbetörer, das perfekte Geschenk für meinen Vater, den Hobbyimker.

Auf nach Madison, wo wir eine Führung durch die Heritage Hall bekamen. Das Haus im neugriechischen Stil wurde 1811 von Dr. Elijah Evans Jones erbaut, einem bekannten Physiker aus Madison, und gilt als eine der schönsten Vorkriegsvillen. Danach konnten wir uns noch etwas die Beine vertreten und die Stadt mit ihren schönen kleinen Häusern begutachten, bevor es mit dem Bus weiter nach Atlanta ging.

 

Saturday, 10 December 2016

Das Frühstück ließ ich heute in Atlanta ausfallen, die letzten Tage waren wirklich voll mit kulinarischen Exzessen. Und ich ahnte, dass auch das Mittag- und Abendessen bestimmt wieder gut und viel werden würden.

Der Tag versprach viel und er hat meine Erwartungen übertroffen. Erst das Georgia Aquarium, das größte Aquarium im Norden der USA mit 10 Mio. Gallonen Wasser.

Gleich gegenüber befindet sich die World of Coca Cola, denn Coca Cola stammt aus Altanta. Aber ich darf nichts über das Geheimnis der Brause erzählen, man muss es selbst erlebt haben. Und wer in Atlanta ist, sollte unbedingt auch eine Führung bei CNN machen und den Ponce City Market besuchen, shoppen ist zwar etwas teuer dort, aber es gibt wirklich süße Läden und die kulinarischen Möglichkeiten sind enorm!

 

Sunday, 11 December 2016

Für mich als Walking Dead Fan das letzte Highlight der Tour. Denn bevor wir zum Flughafen nach Atlanta gebracht wurden, kamen wir noch in den Genuss einer kurzen Movie Tour durch die Stadt. Wie ich erfuhr,  ist Atlanta die perfekte Kulisse für Filme aufgrund seines post-apokalyptischen Charmes. Einen Besuch in Terminus, ein Fotostopp mit Blick auf die Straße, die Rick auf dem Pferd nach Atlanta nahm und der Ort der ersten Begegnung zwischen Rick und Glen. Und für alle nicht Zombie-Fans auch die Tribute von Panem wurden in Atlanta gedreht.

 

Dann ging es leider auch schon wieder zurück nach Deutschland. Die Reise war einfach der Wahnsinn und ich kann sagen, der Slogan von Georgia passt wie der Pfirsich in den Eistee: Georgia on my mind. Auch wegen der Herzlichkeit der Menschen dort! Noch heute schwelge ich in Erinnerungen an diese Reise und summe leise „It was the most wonderful time of the year“.

 

von N. Blattmeier

Share on Facebook0Tweet about this on Twitter0Pin on Pinterest0Share on Google+0Print this page

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie können folgende HTML Elemente und Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>