Tal der Smaragde: Familienurlaub im Salzburgerland

Kaiser Nero besaß der Legende nach einen als Monokel, man findet sie in den kaiserlichen Kroninsignien in Wien ebenso wie in der Salzburger Dommonstranz: Smaragde aus dem Habachtal im Salzburger Pinzgau. Der wertvollste jemals hier gefundene Smaragd ist sogar Teil der britischen Kronjuwelen und im Londoner Tower zu bestaunen. Noch heute lassen sich im „Tal der Smaragde“ Edelsteine entdecken. Die gemeinsame Suche danach ist eine der vielen Freizeitbeschäftigungen in einem Eldorado für Familien inmitten der alpinen Natur!

Das Habachtal ist ein Seitental der Salzach im National-park Hohe Tauern und die bedeutendste Fundstätte von Smaragden in ganz Europa. Angeblich wurde hier bereits in der Bronzezeit nach dem „grünen Gold“ gesucht. Heute ist der Abbau nicht mehr rentabel, dennoch lassen sich im mitgeführten Schotter des Gebirgsflusses immer wieder einige der wertvollen grünen Edelsteine entdecken. Aber auch wer keinen Erfolg beim Schürfen hat, wird von der unberührten Gebirgslandschaft und der Wanderung am Smaragdweg mit seinen vielen Quellen und Almen begeistert sein!

 

 

Überhaupt bietet die atemberaubende Bergwelt der Hohen Tauern unzählige Möglichkeiten, die freie Natur mit allen Sinnen zu genießen. Mit der Nationalpark Sommercard stehen Familien 60 unterschiedliche Attrak-tionen kostenlos zur Verfügung, darunter die Wasserwelten der Krimmler Wasserfälle, der Wild- und Erlebnis-park Ferleiten mit über 250 Wildtieren sowie verschiedene Erlebnisbäder und Museen für jedes Wetter. Das Auto kann getrost beim Hotel stehenbleiben, denn auch etliche Berg- und Seilbahnen, Nationalparktaxis und die Pinzgaubahn können kostenlos genutzt werden.

 

 

Mit Liesl, Hias und Sepp in s Tal

Kinder sind besonders gern gesehene Gäste, daher gibt es speziell für sie auch eine Alternative für lange Wanderungen. Anstelle zu Fuß vom Berg ins Tal zu gehen, lädt der Rutschenweg am Wildkogel dazu ein, von der Mittelstation mit insgesamt 10 Rutschen bergab zu sausen. Jede hat ihren eigenen Namen – und so beginnt das rasante Rutschvergnügen mit der „Liesl“ und führt über „Heidi“, „Sepp“, „Hias“ und weitere Rutschen bis zur Talstation. Die Eltern dürfen übrigens gerne mitrutschen … wenn sie sich trauen! Ein Abenteuerspielplatz der besonderen Art ist die Kogel-Mogel-Arena auf 2.000 Metern Höhe. Ausgestattet mit Riesentrampolin, Kletterturm, Balancierbalken, Wackeltreppen, frei schwingenden Kletternetzen und vielen weiteren spannenden Erlebnissen können sich Kinder hier so richtig austoben.

 

Unser Hoteltipp: Der Grundlhof

Direkt am Eingang des Habachtales liegt das 4*-Familienhotel Grundlhof in der Smaragdgemeinde Bramberg am Wildkogel. Der Nationalpark Hohe Tauern beginnt sozusagen unmittelbar am Gartenzaun. Während für die Ruhesuchenden ein großer Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Infrarotkabine, Quarz- und Smaragdgrotte zur Verfügung steht, vergnügen sich die Kinder im Streichelzoo oder am Spielplatz. Wer möchte, darf dem Bauern sogar beim Füttern der Tiere helfen und jede Woche gibt es für alle Gäste eine gemeinsame Fackelwanderung.

Alaska – ein bäriges Land

Jedes Jahr im Sommer wird im nördlichsten Bundesstaat der USA ein riesiges Fischbuffet eröffnet. Auf dem Speiseplan steht fangfrischer Lachs, der in Schwärmen zum Laichen flussaufwärts zieht. Die illustre Gästeschar erscheint zum Speisen allesamt im Pelz – genau genommen im eigenen Pelz. Es ist die Zeit, in der sich die Bären von Alaska so richtig satt essen können!

Die Bären sind die heimlichen Herrscher von Alaska. Hier, im größten Bundesstaat der USA, finden sie ausreichend Platz und Nahrung vor, um ein genüssliches Leben führen zu können. Immerhin haben sie in einem Land, das viermal so groß wie Deutschland ist, lediglich 720.000 Menschen als Mitbewohner – die Natur hat also ausreichend Platz, um ihre ganze Pracht entfalten zu können. Während sich im Landesinneren unter anderem Bären, Karibus, Moschusochsen und Elche tummeln, ist die langgestreckte Küste Alaskas ein Paradies für Seelöwen, Robben, Otter und Meeressäuger wie Orcas und Buckelwale. Hunderte seltene, teils gefährdete Tierarten finden hier ein letztes unverdorbenes Stück Wildnis vor. Damit dieses Naturparadies auch für künftige Generationen erhalten bleibt, stehen zwei Drittel von Alaska unter Naturschutz – und damit nehmen es die Alaskaner sehr genau! Mindestens so beeindruckend wie die vielfältige Tierwelt ist auch die Landschaft Alaskas. Der 6.194 m hohe Denali (früher Mount McKinley genannt) überragt als höchster Berg Nordamerikas das weite Land mit seinen 3.000 Flüssen und rund drei Millionen Seen, den engen Canyons und der weiten Tundra. Nicht weniger als 70 potentiell aktive Vulkane erinnern daran, dass Alaska direkt am pazifischen Feuerring liegt. Wo die Eismassen der Gletscher auf die Meeresküste treffen, präsentiert die Natur ihr spektakulärstes Schauspiel: beim Kalben dieser Gletscher stürzen laufend tonnenschwere Eismassen ins Meer. Als „weißen Donner“ bezeichnen die Ureinwohner Alaskas noch heute das dumpfe, unheimliche Grollen, das mit diesem Ereignis einhergeht.

 

Schnäppchen im hohen Norden: Ein halber Cent pro Quadratmeter

Alaska und Hawaii erhielten erst 1959 den Status eines Bundesstaates und sind somit die jüngsten Staaten der USA. Zum Unterschied von Hawaii wurde Alaska jedoch nicht annektiert, sondern ganz ordnungsgemäß gekauft – und das zu einem echten Schnäppchenpreis! Der russische Zar Alexander II. veräußerte 1867 das scheinbar wertlose Areal von 1,6 Millionen Quadratkilometern um 7,2 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten. Wertberichtigt bedeutet dies nach heutigem Maßstab einen Preis von einem halben Cent pro Quadratmeter. Nur fünf Jahre nach dem Kauf erwies sich diese Investition der US-Amerikaner als im wahrsten Sinne des Wortes goldrichtig. Nach ersten Goldfunden in Sitka entwickelte sich nach und nach ein Goldrausch, der Ende des 19. Jahrhunderts in der Klondike-Region seinen Höhepunkt fand. Jack London setzte dieser Zeit in seinen Werken ein literarisches Denkmal. Die Spuren des Goldrausches sind bis heute im ganzen Land zu entdecken. Mittlerweile ist längst nicht mehr das Gold, sondern das Erdöl die Haupteinnahmequelle des Landes. Es wird aus dem hohen Norden über eine 1.300 km lange Pipeline zum Hafen Valdez gepumpt. Auch der Naturtourismus erweist sich als starke Säule der Wirtschaft. Der seinerzeitige Schnäppchenkauf lohnt sich also für die USA nach wie vor!

Einige tierische „Stars“ von Alaska:

Der Weißkopfseeadler ist das Wappentier der Vereinigten Staaten von Amerika. Die größte Population der mächtigen Greifvögel mit bis zu 250 cm Flügelspannweite lebt in Alaska.

Die Kodiakbären gehören zu den Braunbären und gelten mit bis zu 750 kg Körpergewicht als größte Fleischfresser der Erde. Aber auch Grizzlys und andere Bären sind reichlich zu finden!

Buckelwale fühlen sich in den kalten Gewässern vor der Küste Alaskas besonders wohl. Die Beobachtung der bis zu 30 Tonnen schweren Meeressäuger ist ein großartiges Erlebnis!

Mit rund einer Million Tieren befindet sich die größte Seelöwen-Kolonie der Welt in Alaska. Bei ihren Beutezügen können die Tiere bis in eine Tiefe von 180 Metern tauchen!

 

Mehr Gletscher als Ampeln

Wer in Alaska nach Kuriositäten und Einzigartigkeiten sucht, der wird rasch fündig. So ist etwa die Hauptstadt Juneau die einzige Festland-Hauptstadt der Welt, die nur per Schiff oder per Flugzeug erreichbar ist. Die wenigen Straßen der Stadt enden nach einigen Kilometern am mächtigen Juneau Icefield im Hinterland oder am eisigen Wasser des Golfes von Alaska.

Die schwierigen Verkehrsverbindungen machen Alaska auch zum Staat mit der höchsten Flughafenquote. Auf 1.800 Einwohner kommt ein registrierter Airport, in Summe sind es 400 im ganzen Land. Zusätzlich gibt es jede Menge Wasserflugzeuge, die auch abseits der Flughäfen landen können. Eindeutig fällt der Vergleich zwischen Verkehrsampeln und Gletschern aus. Während es in Alaska über 100.000 Gletscher gibt, ist der Bedarf an Verkehrsampeln deutlich geringer. Immerhin gibt es landesweit nur vier Städte mit mehr als 10.000 Einwohnern, rund 40% der Bevölkerung leben in Anchorage. Wo Autos nicht mehr weiterkommen, hilft seit jeher der Hundeschlitten. Jeden März führt das „Iditarod“ als längstes Hundeschlittenrennen der Welt über mehr als 1.850 km durch Eis und Schnee von Anchorage nach Nome an der Westküste, gleich gegenüber von Russland. Der Streckenrekord liegt übrigens bei acht Tagen und knapp vier Stunden, die Gespanne werden von bis zu 16 Hunden gezogen. Lust auf eine schräge Wette? Seit über 100 Jahren wird im 400-Seelen-Dorf Nenana die jährliche Eiswette „Nenana Ice Classic“ ausgeschrieben, bei der erraten werden muss, wann exakt das Eis am Tanana-Fluss aufbricht. Für 2,50 Dollar kann jedermann seinen Tipp abgeben und per Webcam das Eis überwachen. Tipps für das richtige Verhalten bei der Begegnung mit Bären sind in Alaska so selbstverständlich wie bei uns die Verkehrsregeln. Das kommt nicht von ungefähr, denn die zotteligen Freunde sind praktisch überall anzutreffen. Die wichtigsten Hinweise: laute Geräusche machen, im Ernstfall tot stellen, keinesfalls weglaufen.

Alaska vom Wasser aus

Die bequemste Art, Alaska kennenzulernen, ist eine Reise mit dem Schiff entlang der nordamerikanischen Küste. Meist starten diese Kreuzfahrten in der kanadischen Pazifikmetropole Vancouver, die allein schon eine Reise wert wäre und die von Europa gut zu erreichen ist. Vom Schiff aus ergeben sich grandiose Ausblicke auf Landschaft und Tierwelt, etwa bei einem Stopp im kleinen Hafen Icy Strait an der Einfahrt zur Glacier Bay, wo maximal ein Schiff pro Tag anlegen darf. Landschaftlicher Höhepunkt jeder Kreuzfahrt ist die Abbruchkante des 122 km langen Hubbard Gletschers, dessen Eis hier nach einer 400 Jahre langen Reise donnernd ins Meer stürzt. Bei den Landausflügen bietet sich die Gelegenheit, in die spannende Kultur und Mythologie der Ureinwohner Alaskas einzutauchen. Wusstet ihr etwa, dass laut deren Schöpfungsgeschichte ein Rabe erst das Licht auf die Welt brachte und danach die ersten Menschen aus einer Muschel lockte? Wer lieber in die Zeit des Goldrausches eintauchen möchte, kann von der alten Goldgräberstadt Skagway aus in historischen Bahnwagen auf der Route der früheren Schürfer bis zum White Pass reisen. Auch die heutige Hauptstadt Juneau sowie die malerische Fischerstadt Sitka, einst Hauptstadt Alaskas, liegen auf den Routen der meisten Kreuzfahrtschiffe.

 

Italiens Cilento – Genuss für alle Sinne

Bilder_Seniorenlotse_FAZ_TiT_610x344px.inddEine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Mischung für Genießer, Gourmets, Kulturinteressierte und Naturliebhaber bietet der Cilento in Kampanien. Dolcefarniente, der italienische Ausdruck für das süße Nichtstun, hat viel mit Muße und Gelassenheit zu tun. Doch das Wichtigste ist die verloren gegangene Qualität Zeit: Abseits vom Massentourismus können Genussmenschen wieder zu sich selbst finden, sich Zeit nehmen für die Schönheiten der Natur und den Menschen über die Schulter schauen, die einheimische Erzeugnisse anbauen und produzieren; dazu viel Muße für exzellente Verkostungen oder die Besichtigung imposanter antiker Stätten – das alles bietet der Cilento. weiterlesen