Alaska – ein bäriges Land

Jedes Jahr im Sommer wird im nördlichsten Bundesstaat der USA ein riesiges Fischbuffet eröffnet. Auf dem Speiseplan steht fangfrischer Lachs, der in Schwärmen zum Laichen flussaufwärts zieht. Die illustre Gästeschar erscheint zum Speisen allesamt im Pelz – genau genommen im eigenen Pelz. Es ist die Zeit, in der sich die Bären von Alaska so richtig satt essen können!

Die Bären sind die heimlichen Herrscher von Alaska. Hier, im größten Bundesstaat der USA, finden sie ausreichend Platz und Nahrung vor, um ein genüssliches Leben führen zu können. Immerhin haben sie in einem Land, das viermal so groß wie Deutschland ist, lediglich 720.000 Menschen als Mitbewohner – die Natur hat also ausreichend Platz, um ihre ganze Pracht entfalten zu können. Während sich im Landesinneren unter anderem Bären, Karibus, Moschusochsen und Elche tummeln, ist die langgestreckte Küste Alaskas ein Paradies für Seelöwen, Robben, Otter und Meeressäuger wie Orcas und Buckelwale. Hunderte seltene, teils gefährdete Tierarten finden hier ein letztes unverdorbenes Stück Wildnis vor. Damit dieses Naturparadies auch für künftige Generationen erhalten bleibt, stehen zwei Drittel von Alaska unter Naturschutz – und damit nehmen es die Alaskaner sehr genau! Mindestens so beeindruckend wie die vielfältige Tierwelt ist auch die Landschaft Alaskas. Der 6.194 m hohe Denali (früher Mount McKinley genannt) überragt als höchster Berg Nordamerikas das weite Land mit seinen 3.000 Flüssen und rund drei Millionen Seen, den engen Canyons und der weiten Tundra. Nicht weniger als 70 potentiell aktive Vulkane erinnern daran, dass Alaska direkt am pazifischen Feuerring liegt. Wo die Eismassen der Gletscher auf die Meeresküste treffen, präsentiert die Natur ihr spektakulärstes Schauspiel: beim Kalben dieser Gletscher stürzen laufend tonnenschwere Eismassen ins Meer. Als „weißen Donner“ bezeichnen die Ureinwohner Alaskas noch heute das dumpfe, unheimliche Grollen, das mit diesem Ereignis einhergeht.

 

Schnäppchen im hohen Norden: Ein halber Cent pro Quadratmeter

Alaska und Hawaii erhielten erst 1959 den Status eines Bundesstaates und sind somit die jüngsten Staaten der USA. Zum Unterschied von Hawaii wurde Alaska jedoch nicht annektiert, sondern ganz ordnungsgemäß gekauft – und das zu einem echten Schnäppchenpreis! Der russische Zar Alexander II. veräußerte 1867 das scheinbar wertlose Areal von 1,6 Millionen Quadratkilometern um 7,2 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten. Wertberichtigt bedeutet dies nach heutigem Maßstab einen Preis von einem halben Cent pro Quadratmeter. Nur fünf Jahre nach dem Kauf erwies sich diese Investition der US-Amerikaner als im wahrsten Sinne des Wortes goldrichtig. Nach ersten Goldfunden in Sitka entwickelte sich nach und nach ein Goldrausch, der Ende des 19. Jahrhunderts in der Klondike-Region seinen Höhepunkt fand. Jack London setzte dieser Zeit in seinen Werken ein literarisches Denkmal. Die Spuren des Goldrausches sind bis heute im ganzen Land zu entdecken. Mittlerweile ist längst nicht mehr das Gold, sondern das Erdöl die Haupteinnahmequelle des Landes. Es wird aus dem hohen Norden über eine 1.300 km lange Pipeline zum Hafen Valdez gepumpt. Auch der Naturtourismus erweist sich als starke Säule der Wirtschaft. Der seinerzeitige Schnäppchenkauf lohnt sich also für die USA nach wie vor!

Einige tierische „Stars“ von Alaska:

Der Weißkopfseeadler ist das Wappentier der Vereinigten Staaten von Amerika. Die größte Population der mächtigen Greifvögel mit bis zu 250 cm Flügelspannweite lebt in Alaska.

Die Kodiakbären gehören zu den Braunbären und gelten mit bis zu 750 kg Körpergewicht als größte Fleischfresser der Erde. Aber auch Grizzlys und andere Bären sind reichlich zu finden!

Buckelwale fühlen sich in den kalten Gewässern vor der Küste Alaskas besonders wohl. Die Beobachtung der bis zu 30 Tonnen schweren Meeressäuger ist ein großartiges Erlebnis!

Mit rund einer Million Tieren befindet sich die größte Seelöwen-Kolonie der Welt in Alaska. Bei ihren Beutezügen können die Tiere bis in eine Tiefe von 180 Metern tauchen!

 

Mehr Gletscher als Ampeln

Wer in Alaska nach Kuriositäten und Einzigartigkeiten sucht, der wird rasch fündig. So ist etwa die Hauptstadt Juneau die einzige Festland-Hauptstadt der Welt, die nur per Schiff oder per Flugzeug erreichbar ist. Die wenigen Straßen der Stadt enden nach einigen Kilometern am mächtigen Juneau Icefield im Hinterland oder am eisigen Wasser des Golfes von Alaska.

Die schwierigen Verkehrsverbindungen machen Alaska auch zum Staat mit der höchsten Flughafenquote. Auf 1.800 Einwohner kommt ein registrierter Airport, in Summe sind es 400 im ganzen Land. Zusätzlich gibt es jede Menge Wasserflugzeuge, die auch abseits der Flughäfen landen können. Eindeutig fällt der Vergleich zwischen Verkehrsampeln und Gletschern aus. Während es in Alaska über 100.000 Gletscher gibt, ist der Bedarf an Verkehrsampeln deutlich geringer. Immerhin gibt es landesweit nur vier Städte mit mehr als 10.000 Einwohnern, rund 40% der Bevölkerung leben in Anchorage. Wo Autos nicht mehr weiterkommen, hilft seit jeher der Hundeschlitten. Jeden März führt das „Iditarod“ als längstes Hundeschlittenrennen der Welt über mehr als 1.850 km durch Eis und Schnee von Anchorage nach Nome an der Westküste, gleich gegenüber von Russland. Der Streckenrekord liegt übrigens bei acht Tagen und knapp vier Stunden, die Gespanne werden von bis zu 16 Hunden gezogen. Lust auf eine schräge Wette? Seit über 100 Jahren wird im 400-Seelen-Dorf Nenana die jährliche Eiswette „Nenana Ice Classic“ ausgeschrieben, bei der erraten werden muss, wann exakt das Eis am Tanana-Fluss aufbricht. Für 2,50 Dollar kann jedermann seinen Tipp abgeben und per Webcam das Eis überwachen. Tipps für das richtige Verhalten bei der Begegnung mit Bären sind in Alaska so selbstverständlich wie bei uns die Verkehrsregeln. Das kommt nicht von ungefähr, denn die zotteligen Freunde sind praktisch überall anzutreffen. Die wichtigsten Hinweise: laute Geräusche machen, im Ernstfall tot stellen, keinesfalls weglaufen.

Alaska vom Wasser aus

Die bequemste Art, Alaska kennenzulernen, ist eine Reise mit dem Schiff entlang der nordamerikanischen Küste. Meist starten diese Kreuzfahrten in der kanadischen Pazifikmetropole Vancouver, die allein schon eine Reise wert wäre und die von Europa gut zu erreichen ist. Vom Schiff aus ergeben sich grandiose Ausblicke auf Landschaft und Tierwelt, etwa bei einem Stopp im kleinen Hafen Icy Strait an der Einfahrt zur Glacier Bay, wo maximal ein Schiff pro Tag anlegen darf. Landschaftlicher Höhepunkt jeder Kreuzfahrt ist die Abbruchkante des 122 km langen Hubbard Gletschers, dessen Eis hier nach einer 400 Jahre langen Reise donnernd ins Meer stürzt. Bei den Landausflügen bietet sich die Gelegenheit, in die spannende Kultur und Mythologie der Ureinwohner Alaskas einzutauchen. Wusstet ihr etwa, dass laut deren Schöpfungsgeschichte ein Rabe erst das Licht auf die Welt brachte und danach die ersten Menschen aus einer Muschel lockte? Wer lieber in die Zeit des Goldrausches eintauchen möchte, kann von der alten Goldgräberstadt Skagway aus in historischen Bahnwagen auf der Route der früheren Schürfer bis zum White Pass reisen. Auch die heutige Hauptstadt Juneau sowie die malerische Fischerstadt Sitka, einst Hauptstadt Alaskas, liegen auf den Routen der meisten Kreuzfahrtschiffe.

 

Seefahrt 2.0 – Buchen, borden, begeistert sein!

ferry boat to thassos island, greeceIn einem meiner früheren Leben muss ich Kapitän gewesen sein – oder zumindest Matrose! Nichts zieht mich so sehr in den Bann wie die See. Blau, grün oder türkis, geheimnisvoll und dunkel oder leidenschaftlich, in Aufruhr und mit weißer Gischt gekrönt – das Meer in all seinen Facetten, in seinen stets wechselnden Farben und mit seinem stets wechselndem Temperament wirkt beruhigend und anregend zugleich. Strömung und Gezeitenwechsel wirken auf mich wie eine Spülmaschine, die meinen Kopf von den Sorgen, Problemen, der Hektik und der oft kleinkarierten Last des Alltags reinigt.

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East meets West oder Eine Reise zwischen Vergangenheit und Zukunft

CEL_ML_ExteriorSide_2_rgbDie Berichte Marco Polos über seine Reisen nach China sind legendär und haben mich schon als Kind unweigerlich in ihren Bann gezogen. Auf dem Seeweg neue Welten erobern und fremde Kulturen kennen lernen. Umgeben von der Weite des Meeres neue Horizonte suchen. Ein Traum, den ich mir jetzt – in einer anderen Welt und einer anderen Zeit – als Erwachsener erfülle.

Die Exotik Asiens entdecken und Hongkong, Shanghai und Taiwan erobern, werde ich auf einem Kreuzfahrtschiff der Luxusklasse. Die Celebrity Millennium mit ihrer großzügigen Raumgestaltung, den schicken Kabinen und Lounges, den Restaurants mit internationalen Spezialitäten und ihrem Team, das mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen scheint, ist die perfekte Wahl für mich. Empfohlen von Freunden, freue ich mich auf eine Kreuzfahrt voller Abenteuer, neuer Eindrücke, voller neuer Begegnungen und überraschender Erlebnisse – Glück zum Mitnehmen über viele Seemeilen hinweg! weiterlesen

Gebettet in Blau

 

Allure of the Seas
Tag 1
Der frühe Vogel fängt den Wurm, dachten wir. Also machten wir uns schon mit dem ersten Flieger auf nach Barcelona, um vor Einschiffung noch einen Blick über die Metropole Kataloniens erhaschen zu können: Olá Barcelona!
Daher entscheiden wir uns für den schaukelnden „Transbordador Aeri“, auch Teleférico del Puerto genannt. Man schwebt ohne Boden unter den Füßen über das Hafenviertel hinauf zum Montjuïc Berg. Spektakulär ist bereits die Liftfahrt auf den 78 Meter hohen Turm Torre Sant Sebastià.Ebenso die Länge der Fahrt kommt nicht zu kurz, denn diese beträgt stolze 1450 Meter. Doch Vorsicht – die Fahrt mit dem Transbordador ist gewiss nichts für Angsthasen und erfordert vor allem eine gute Portion Mut, sich auf diese außergewöhnliche Reise einzulassen. Auf der Fahrt können wir für unsere Urlaubsaufnahmen traumhafte Bilder auf der Kamera festhalten, hauptsächlich bietet die Fahrt jedoch unvergessliche Bilder für das Auge.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall am Schloss von Montjuïc umzusteigen. Weit oben auf dem Berg am Schloss kann jeder die weite Aussicht über diese wundervolle Stadt genießen und die Zeit einfach mal für einen kurzen Moment vergessen.
Jetzt aber schnell zum Hafen und da liegt Sie, die imposante „Allure of the Seas“, eines der größten schwimmenden Luxushotels. Leinen los! weiterlesen