Italiens Cilento – Genuss für alle Sinne

Bilder_Seniorenlotse_FAZ_TiT_610x344px.inddEine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Mischung für Genießer, Gourmets, Kulturinteressierte und Naturliebhaber bietet der Cilento in Kampanien. Dolcefarniente, der italienische Ausdruck für das süße Nichtstun, hat viel mit Muße und Gelassenheit zu tun. Doch das Wichtigste ist die verloren gegangene Qualität Zeit: Abseits vom Massentourismus können Genussmenschen wieder zu sich selbst finden, sich Zeit nehmen für die Schönheiten der Natur und den Menschen über die Schulter schauen, die einheimische Erzeugnisse anbauen und produzieren; dazu viel Muße für exzellente Verkostungen oder die Besichtigung imposanter antiker Stätten – das alles bietet der Cilento.

Cilento Nationalpark

Italiens zweitgrößter Nationalpark zieht sich von der Küste des Tyrrhenischen Meers über das hügelige Landesinnere bis zu den unbewachsenen Bergregionen mit dem Monte Cervati. Das UNESCO-Welterbe in der Provinz Kampanien hat nicht nur Schätze wie weit über tausend Wildpflanzen, duftende Pinien- und Olivenhaine und eine Tierwelt, die fasziniert mit Raubvögeln, Wildkatzen oder verschiedenen Salamanderarten, sondern auch geheimnisvolle Grotten, Höhlen und Schluchten und kleine Dörfer mit historischen Ortskernen – aber vor allem imposante Ausgrabungsstätten.

Reich an Geschichte und Kultur

Die verschiedenen Epochen der Eroberungen durch Römer, Griechen und Sarazenen hinterließen in der Region des Cilento Nationalparks beeindruckende Relikte aus der Vergangenheit. Kampanien ist berühmt für seine UNESCO-Welterbestätten wie Neapels Altstadt, die zauberhafte Amalfiküste oder das antike Pompeji, doch die Ausgrabungen im Cilento haben einen ganz besonderen Reiz. In Paestum begrüßen ein römisches Amphitheater und gleich drei archäologische Attraktionen die Besucher: die großen dorischen Tempel gewidmet den Göttinnen Hera, Athene und Ceres. Und die Ausgrabungsstätte der früheren Hafenstadt Velia bietet hellenistische und römische Thermen, eine Akropolis und das Tor Porta Rosa. Aus jüngerer Vergangenheit stammt das barocke Kartäuserkloster Padula mit dem weltweit größten Kreuzgang.

Die Schätze der Küste

Besonders die Küste des Cilento ist reich an romantischen Fischerdörfern und natürlichen Häfen. Im Norden befindet sich die kleine Stadt Agropoli, auch Tor zum Celento genannt. Hoch auf einem Felsen tront die Altstadt mit kleinen Gassen, den berühmten Treppen, der Festung aus dem 16. Jahrhundert, dem Stadttor und Resten der antiken Stadtmauer – mit Blick auf den Hafen und den Golf von Salerno. Palinuro liegt dagegen ganz im Süden des Cilento und ist nicht nur für sein mittelalterliches Schloss und seinen traumhaften Strand bekannt, sondern vor allem für seine fünf Meeresgrotten. Die Naturgewalten haben hier wahre Juwele gezaubert, die mit einem „Gozzi“ besucht werden können: das kleine Fischerboot bringt die Besucher in die geheimnisvollen, völlig unterschiedlichen Grotten, um die sich Mythen und Legenden ranken.

„Ich fand die Blaue Grotte am schönsten – sie erinnerte mich an Capri. Dieses leuchtende Blau! Aber auch die Blutgrotte war toll, das rostige Rot der Eisenerze sieht wirklich aus wie der makabre Ort eines Verbrechens … ich habe Gänsehaut bekommen, aber wohl eher weil es da drinnen so kühl war,“ berichtet Elke Seltmann von Raiffeisen-Reisen Schleswig.

Weitere Kleinode sind die Fischerdörfchen Pioppi mit Palazzo und Meeresmuseum sowie Acciaroli mit engen Gassen und den unübersehbaren Wahrzeichen aus dem 16. Jahrhundert – Kirche und Normannenturm. Wer hier verweilen möchte, dem steht ein wunderschöner Badestrand zur Verfügung mit kristallklarem Wasser. Pioppi und Acciaroli sind Ortsteile von Pollica, das wenige Minuten entfernt im Landesinneren liegt und immer einen Ausflug wert ist, da die Gemeinde zu einer Bewegung gehört, die sich bewusste Lebensqualität, Entschleunigung und Slow-Food auf die Fahne geschrieben hat.

Den Genüssen auf der SpurBilder_Seniorenlotse_FAZ_TiT_610x344px.indd

Neben allen kulturellen, historischen und Landschafts-Highlights ist der Cilento vor allem für seine Küche berühmt. Gourmets können in gesundem Essen nur so schwelgen: Die Slow-Food-Bewegung ist hier besonders lebendig und ihr Geheimnis sind die besten Zutaten aus der Region. Man geht bewusst mit den Lebensmitteln um und Kleinstbauern werden gefördert. Es lohnt sich, verschiedene Landgüter zu besuchen, um die kulinarische Vielfalt zu entdecken. Die meisten Slow-Food-Produzenten sind auch auf Übernachtungsgäste eingestellt, sodass der Besucher beobachten kann, wie Spezialitäten wie Ziegenkäse, Büffel-Mozzarella, eingelegte Oliven, frisches Holzofenbrot oder die für den Cilento berühmten weißen Feigen hergestellt und verarbeitet werden. Und auch der regionale Wein von Kleinwinzern ist eine verführerische Köstlichkeit. Wer auf den Geschmack gekommen ist und wissen möchte, wie echt cilentanisch gekocht wird, für den gibt es auch Kochkurse, wo in fröhlicher Atmosphäre – aber mit italienischem Temperament – Kreationen entstehen, wie köstliche Antipasti, hausgemachte Pasta, raffinierte Fischgerichte oder unwiderstehliche Süßspeisen. Nach der farbenprächtigen und verführerisch duftendenden Zubereitung darf ausgiebig geschlemmt werden …

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