Im Land der Zitronen und Orangengärten

Kampanien_LR-642Tag 1: Voller Vorfreude blicken wir auf sieben Tage Urlaub in Kampanien – Süditalien. Bekannt ist die Region vor allem durch ihre Hauptstadt Neapel, die antike Stadt Pompeji und den noch aktiven Vulkan, Vesuv. Büffelfarmen, echter frischer Büffelmozzarella, azurblaues Meer, pompöse mächtige Bauten und antike Stätte warten in den kommenden Tagen auf uns. Nach ca. zwei Stunden Flugzeit erreichen wir den Flughafen von Neapel. Erste Station: Unser 4*- Hotel Garden in Santa Maria di Castellabate. Dort belegen wir nach einem kurzem Begrüßungsdrink und den ersten Informationen zu unserer Reise die Zimmer. Am Abend erwartet uns unser erstes italienisches Essen, mit all seiner Vielfalt und all seinen Besonderheiten.

Tag 2: Buongiorno! Gut gestärkt von unserem ersten Frühstück sammeln wir uns um zehn Uhr in der Empfangshalle unseres Hotels, wo bereits die Reiseleitung auf uns wartet.  Unser erstes Ausflugsziel ist eine Büffelfarm in Paestum. Als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannte Ruinenstätte in der Provinz Salerno, wird hier in Paestum der berühmte Mozzarella di Bufula produziert. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Mozzarella aus Kuhmilch, wird der Mozzarella di Bufala aus der Rohmilch von Wasserbüffeln hergestellt. Diese werden vor allem wegen ihres hohen Fettgehaltes geschätzt, welcher dem Mozzarella wiederum einen intensiveren Geschmack verleiht. Natürlich bekommen wir die Möglichkeit, eine kleine Verköstigung zu genießen und so zergeht der Unterschied zwischen Kuhmozzarella und Büffelmozzarella auf der Zunge.

Kampanien_LR-122Nach einem kleinen Imbiss, inklusive Weinprobe, können wir den Rest des Tages nach unserem persönlichen Belieben gestalten, bevor wir wieder zum Hotel zurückfahren. Wir beschließen, uns die Tempelanlage in Paestum anzuschauen. Die Stadt wurde etwa um 600 v.Chr. von den Griechen als Poseidonia gegründet. Da die Stadt später von den Römern besetzt wurde, trägt sie heute den Namen Paestum. Aus dieser Epoche stammen auch die heute noch sehr gut erhaltenen griechischen Tempel, der Poseidon-Tempel, der Basilika-Tempel und der Ceres-Tempel. Alle Tempel sind durchaus noch gut erhalten und vermitteln ein Stück weit griechische und römische Geschichte. Der Anblick und die Größe der Tempel sind wirklich erstaunlich und einschüchternd zugleich. Bei unserer Besichtigung vergeht die Zeit wie im Fluge und so kehren wir am späten Nachmittag mit wunderbaren Eindrücken und noch spektakuläreren Fotos zurück zu unserem Hotel. Ab jetzt können wir mit Details über die griechische und römische Geschichte prahlen.

Tag 3: Die Grotten von Palinuro – auf diesen Tagesauflug freue ich mich besonders und vorab steht fest, am Ende des Tages werden wir nicht enttäuscht sein. Dieses spektakuläre und außergewöhnliche Naturerlebnis ist wirklich nicht in Worte zu fassen. Entlang der Steilküste erreichen wir nach und nach die Eingänge der vier unterschiedlichen Grotten. Wir haben Glück, denn die Grotten können nur bei ganz ruhigem Wetter befahren werden. Die Namen leiten sich von der unterschiedlichen Lichtfärbung ab. Die Mönchsgrotte dagegen trägt ihren Namen durch die im Laufe der Zeit entstandenen Tropfsteine. Diese wachsen aus dem Boden empor und werden als Mönche bezeichnet. Die unterschiedlichen Farben, sei es unter oder über Wasser sind wirklich ein wahres Naturerlebnis und unvorstellbar schön. Durch kleine Lichteinfälle und dem sauberen Meerwasser können wir bis auf den Meeresgrund schauen. Diese Tour lohnt sich auf alle Fälle. Durch unsere deutschsprachige Reiseleitung wurden wir sehr gut über die Geschichte und Geologie in dieser Gegend aufgeklärt. Gegen Ende unseres Ausflugs hatten wir einen tollen Aufenthalt in einer idyllischen Badebucht – sehr erfrischend und ein wundervoller Abschluss eines wirklich spannenden Tages.

Tag 4: Unseren vierten Tag beginnen wir ganz in Ruhe, denn die letzten zwei Tage stecken uns noch etwas in den Knochen. So steht uns nach einem ausgiebigen Frühstück der Tag zur freien Verfügung. Wir beschließen den Vormittag am Strand zu verbringen. In der Sonne und im glasklaren Wasser können wir ein wenig entspannen und unseren Urlaub in vollen Zügen genießen. Vor allem aber können wir für etwas Urlaubsbräune sorgen, denn diese darf im Urlaub auf keinen Fall fehlen. Gegen Mittag beschließen wir die Altstadt etwas genauer zu erkunden. So finden wir viele kleine Einkaufsläden und können so das ein oder andere Mitbringsel ergattern. In einem gemütlichen Restaurant lassen wir uns für ein Glas Wein nieder und genießen den Nachmittag bei einer traditionellen Pizza. Uns war nicht klar, dass Pizza so lecker sein kann!

Tag 5: Gut erholt von unserem gestrigen Tag, erwartet uns heute ein weiterer Tagesausflug und dieser hat es wirklich in sich. Wir besichtigen den Vesuv von Pompeji. Dabei ist die Tatsache, dass der Vulkan nur 12 km von Neapel und 10 km von Pompeji entfernt ist, etwas furchteinflößend. Auch heute noch ist der Vesuv aktiv und wird als recht gefährlich eingeschätzt. Jedoch wird jede unterirdische Aktivität und jedes Anzeichen genauestens beobachtet, um im Notfall rechtzeitig entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen zu können. Genug davon… Das Land profitiert natürlich auch von diesem Ungetüm, denn der vulkanische Boden ist ganz besonders fruchtbar. Nach einer langen Busfahrt führen uns die Wanderwege des Nationalparks „Vesuvio“ ganz nah an den Krater heran, jedoch sollte man dafür ziemlich fit sein. Wer den steilen und meist steinigen Aufstieg geschafft hat, kann am Kraterrand einen direkten Blick in den Vulkan werfen und beeindruckende Steinstrukturen erkennen. An einigen Stellen treten Dampf und Rauch aus, daran erkennen wir, dass der Vulkan im Inneren noch aktiv ist. Bei einem anschließenden Besuch einer Ausstellung wird uns das Drama im Jahre 79 n. Chr. und die damit einhergehenden Schicksale der Menschen im Lande, bewusst. Nach Augenzeugenberichten explodierte der Gipfel des Vesuvs mit einem riesigen Knall. Aus dem Krater stiegen gigantische schwarze Rauchwolken auf und die Stadt Pompeji wurde durch die austretenden Lavaströme komplett zerstört. 1944 ist der Vesuv ein weiteres Mal ausgebrochen, jedoch nicht im selben Ausmaße. Daher ist es beruhigend, dass es seitdem keine weiteren Zwischenfälle mehr gab. Beim Abendessen konnten wir von unseren interessanten Eindrücken berichten.

Tag 6: Den sechsten Tag können wir wieder etwas gemütlicher angehen lassen, denn auch heute steht der Tag zur freien Verfügung. So beschließen wir den heutigen Tag dafür zu nutzen, die Vorzüge unseres Hotels zu genießen, da der gestrige Tage am Vesuv von Pompeji einige Anstrengungen mit sich brachte. Wir können uns nicht entscheiden; ruhige Atmosphäre am Pool genießen und Postkarten schreiben oder einen gemütlichen Strandspaziergang unternehmen. Nach unserem Vormittag am Pool laufen wir gegen Mittag in die 12 km entfernte Stadt Agropoli. Die Altstadt hat viele enge, gewundene Straßen, in denen man wunderschöne kleine Gärten findet. Bars, Restaurants und Cafés mit Blick auf das azurblaue tyrrhenisches Meer bieten Platz zum Sitzen und Entspannen. Das Schlossgebäude von Agropoli wurde vor kurzem restauriert und lädt zu einem wunderbaren Gang entlang der Promenade ein. Von dort aus können wir einen tollen Blick auf die Bucht werfen und so unseren Tag gemütlich ausklingen lassen.

Tag 7: Bevor wir morgen unsere Heimreise antreten müssen, gilt es unseren letzten Tagesausflug noch einmal so richtig zu genießen. Mit einem Bus werden wir von unserem Hotel nach Salerno gebracht, von dort aus fahren wir per Schiff nach Amalfi. Dabei sehen wir, dass die meisten Hotels entlang der Amalfiküste romantisch am Hang unterhalb der Küstenstraße liegen. Auf dem Domplatz schlägt das Herz des Küstenortes mit vielen kleinen Geschäften und netten Cafés. Über eine majestätische Treppe gelangen wir zu dem im Jahr 937 n. Chr. erbauten Dom St. Andrea, ein beeindruckendes Bauwerk. Wow, sehr imposant! Vor allem der Kreuzgang und die Krypta sind sehr sehenswert, da sie einen besinnlichen Ruheort inmitten des städtischen Treibens bilden. Nach einer kleinen Erkundungstour geht es weiter nach Ravello. Das kleine Dorf mit knapp 2500 Einwohnern liegt auf 350 m Höhe an der Amalfiküste. Ein mildes Klima, himmlische Ruhe, verbunden mit kulturellen Veranstaltungen, wie zum Beispiel das „Ravello Festival“, sowie architektonische Meisterwerke, machen Ravello zu einer kleinen Schatztruhe, in der es viel zu entdecken gibt. Unseren Besuch beginnen wir an der Piazza del Vescovado und dem Dom aus dem Jahr 1086–87. Der Dom inspiriert vor allem durch die vielen Zeichnungen von Labyrinthen und Symbolen. Von der Piazza del Vescovado erreichen wir durch einen Turm die Villa Rufolo. Dabei handelt es sich um ein Gebäudekomplex im arabischen Stile aus dem 13. Jahrhundert. Ein wahrhaftiges Kunstwerk mit zwei arabisch-sizilianisch-normannischen Türmen, einem verzierten Kreuzgang und einem wunderschönen Garten mit exotischen Pflanzen, Bäumen und Blumen. Ein wahrlich sinnlicher Ort, mit einer wundervollen Aussicht, welche in etlichen Romanen, als die Schönste der Welt bezeichnet wurde. Nach einem ereignisreichen Tag geht es zunächst zurück nach Amalfi, danach mit dem Schiff nach Salerno und zurück in unser Hotel. Hier genießen wir bei einem gemütlichen Abendessen auf der Terrasse den letzten Abend unseres Urlaubs.

Tag 8: Arrivederci und bis bald! Nach dem Frühstück müssen wir uns schweren Herzens verabschieden und die Heimreise antreten. Die letzten acht Tage waren eine wunderbare Zeit. Wir werden lange davon zehren! Wir konnten zahlreiche Eindrücke sammeln und am Ende versprechen wir einstimmig: Dieser Urlaub lohnt sich auf alle Fälle!

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