Harley-Tour unter der warmen Sonne Griechenlands

Harley-Tour Griechenland

Harley-Tour Griechenland

Unsere Reise beginnt in München – hier machen wir uns nach unserer Anreise erst einmal mit unserem Rennpferd auf zwei Rädern vertraut, damit wir die nächsten Tage auch ohne jegliche Strapazen überstehen werden. Nach den ersten Einweisungen mit der Harley Davidson fahren wir in unser gebuchtes 4*-Hotel für die kommende Nacht, bevor wir am nächsten Morgen in Richtung Griechenland aufbrechen. Hier erwartet uns ein Welcome Dinner mit allen anderen Tourteilnehmern und eine Besprechung mit unserem Road Captain über weitere Tourdetails. Natürlich werden wir auch stilgerecht mit coolen Tourshirts ausgestattet. Im Anschluss können wir bei ein paar Gläschen Wein und Bier die ersten Bekanntschaften schließen und uns in ruhiger und entspannter Atmosphäre auf die kommenden Tage vorbereiten – beziehungsweise den Urlaub beginnen lassen.

Tag 1: Speziell für Motorradfreunde erwartet uns in den kommenden 15 Tagenein unvergessliches Abenteuer. Im Sattel der legendären Harley Davidson werden wir die antike Geschichte Griechenlands erforschen und die Sonne und Landschaft hautnah erleben.

Ancient Theater in Delphi, GreeceTag 2: Heute geht es los – Griechenland wir kommen! Nach einem schnellen Frühstück versammeln wir uns alle um 9:00 Uhr gestärkt vor unserem Hotel. Mit lauten Motorengeräuschen verabschieden wir uns von München und treten unser erstes Tagesziel an – das 450 Kilometer entfernte Verona, am südlichen Gardasee. Unser Weg führt uns auf schönen Landstraßen geradewegs über die Alpen. Nach den ersten 200 Kilometern machen wir eine wohlverdiente Mittagspause und genießen in der warmen Mittagssonne die wunderschöne Aussicht und Landschaft. Dabei schießen wir die ersten Erinnerungsfotos und auch ein Foto mit unserer Harley Davidson darf dabei nicht fehlen. So eine Fahrt erlebt man schließlich nicht alle Tage! Nach der Mittagspause treten wir die letzten 250 Kilometer an und erreichen in der Abendsonne unser Übernachtungshotel in Verona.

Tag 3: 8:00 Uhr – der frühe Vogel fängt den Wurm! Von Verona geht es weiter ins anderthalb Stunden entfernte Bologna. Von dort aus fahren wir Richtung Ostküste nach Rimini. Eine Möglichkeit eine kurze Pause einzulegen, um das Wetter und den Blick auf die Küste zu genießen, bleibt uns leider nicht, denn am Hafen von Ancona wartet bereits unsere Fähre – und diese wollen wir ungern verpassen. Als kleine Entschädigung fahren wir die letzte Stunde direkt an der Küste entlang. Mit dem Meer zu unserer Linken genießen wir den leichten Wind, welcher vom Meer ausgeht und erreichen schon bald den Hafen von Ancona. Am Hafen erfolgt die Einschiffung auf die Fähre und wir beziehen unsere Kabinen. Die nächsten 15 Stunden können wir uns etwas erholen und den Abend auf der Fähre genießen. An Bord gibt es eine handvoll Restaurants, Bars, ein Casino, ein Pool und sogar ein paar Shopping-Möglichkeiten – es hätte uns also durchaus schlimmer treffen können. Nach den 370 Kilometern, die wir heute zurückgelegt haben knurrt uns ganz schön der Magen. Mit ein paar anderen Tourteilnehmern verdrücken wir jeder ganz landestypisch eine große Pizza und diese schmeckt, wie soll es auch anders sein, hervorragend. Nach dem Essen trennen sich die Wege: Die Männer beschließen im Casino ihr Glück zu versuchen, die Frauen bummeln ein wenig durch die Shopping-Läden und können neben Souvenirs das ein oder andere Schnäppchen ergattern.

Tag 4: Guten Morgen Griechenland! Um 8:00 Uhr erreichen wir Igoumenitsa in Griechenland. Nach der Ausschiffung und einem ersten Powerfrühstück geht es auf unserer Harley ab zu den Meteora-Klöstern in Kalambaka. Auf dem Weg dorthin können wir die Vorzüge unserer Harley Davidson richtig auskosten und Kurvenspaß der Extraklasse genießen. Durch die Bergregion in Eprirus und Thessealien, über kurvige Landstraßen erreichen wir gegen 15:00 Uhr unser Hotel und haben die Möglichkeit an der Besichtigung der Meteora-Klöster teilzunehmen. Um uns so wenig wie möglich entgehen zu lassen, nehmen wir natürlich dieses Angebot an. Die heute noch sechs von ursprünglich zwanzig bewohnten Klöstern sind eines der größten Highlights der griechischen Kultur.  Diese stammen aus dem 14.–16. Jahrhundert und vermitteln den Eindruck von Reichtum und Autorität, aber auch die spirituelle Seite bleibt nicht verborgen. Einzigartig sind auch der Blick und die Aussicht auf die Stadt Kalambaka. Die Klöster werden unter anderem auch die schwebenden Klöster von Meteora genannt, da sie auf hohen Felsen gebaut wurden und je nach Wetterlage im Dunst schwebend wahrgenommen werden. Allein dieser Anblick ist unbedingt sehenswert und absolut beeindruckend. Die Klöster wurden somit nicht zu unrecht zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Nach der Besichtigung fahren wir zurück zu unserem Hotel und beschließen den Abend ganz entspannt ausklingen zu lassen – Urlaub kann schon anstrengend sein…

Tag 5: Unser heutiges Tagesziel ist Delphi in Mittelgriechenland. Mit der Streckenführung Kalambaka – Thermophylenpass – Delphi erreichen wir ca. gegen 15:00 Uhr unser Hotel für die heutige Nacht. Kurz alles Überflüssige abladen und weiter geht’s! Der Rest des Tages steht uns zur freien Verfügung. Wir schließen uns einer Besichtigung der Orakel von Delphi an – sehr mystisch! Delphi war in der Antike eine der bedeutsamsten Städte Griechenlands. Im berühmten Orakel von Delphi sagte eine Priesterin den Herrschern aus aller Welt die Zukunft voraus. Die wohl bekannteste Weissagung des Orakels war, dass Ödipus seinen Vater töten und seine Mutter heiraten würde. Im archäologischen Museum direkt neben der Ausgrabungsstätte kann man viele beeindruckende Sammlungen und Schätze bewundern, welche bei Ausgrabungen gefunden wurden. Diese werden durch zusätzliche große Tafeln sehr anschaulich erklärt. Am Ende der Führung erfrischen wir uns in einem kleinen Café vor dem Museum und erholen uns im Schatten von der langen Besichtigungstour und der Hitze Delphis.

Tag 6: Am sechsten Tag erreichen wir um ca. 13:00 Uhr unser Hotel in Athen. Anschließend steht mit unseren anderen Tourteilnehmern ein Besuch der Akropolis an und zum Abschluss ein gemeinsames Abendessen in der Altstadt Athens.

Die Akropolis ist DIE Sehenswürdigkeit in Athen. Auch wenn diese sich in einer Dauerbaustelle befindet, ist sie ein Muss für jeden Athenbesucher. Allein die weite Aussicht über Athen ist den Aufstieg allemal wert. Hier wird antike Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes lebendig. Empfehlenswert ist auch das schöne Akropolismuseum. Die Architektur des Museums stellt den Tempel der Athena auf der Akropolis nach, eine durchaus mal andere Art die Überreste der Geschichte interessant zu präsentieren. Hier trifft man auf jahrtausendealte Geschichte und wandelt zwischen Fantasie und bezeugter Wirklichkeit.

Den Abend verbringen wir in der Altstadt Athens und lassen es uns in der warmen Abendstunde bei leckerem Essen und Trinken so richtig gut gehen.

Tag 7: Heute steht uns ein weiterer Tag in Athen zur freien Verfügung. Da wir die letzten Tage nicht besonders lang schlafen konnten, gönnen wir uns heute einen ruhigen Morgen und ein langes wohlverdientes Frühstück. Danach unternehmen wir eine Stadtführung durch Athen, angefangen am Benaki Museum, wo wir die Präsidentengarde bestaunen können. Durch den Nationalgarten machen wir uns auf den Weg zum Filopappou Hügel. Dort genießen wir einen fantastischen Ausblick auf die Stadt Athen und auf das Philopapposdenkmal, welches dem im Exil lebenden syrischen Prinzen Philopappous gewidmet ist, einem Wohltäter der Stadt Athens. Wir genießen den Ausblick bei einem traditionellen Picknick mit griechischen Spezialitäten und griechischem Sekt. Anschließend nehmen wir Platz auf den bekannten Hop-on-Hop-off Bussen und fahren die bekanntesten und berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Athen ab. Unser Reiseführer weiht uns dabei in die griechische Geschichte ein und steht unseren Fragen Rede und Antwort. Die Busse sind sehr zu empfehlen, da man an unterschiedlichen Haltestellen problemlos aus- und zusteigen kann.

Gegen Abend bummeln wir zu Fuß durch Athen und entspannen in einem netten Restaurant mit anschließendem Bar-Besuch.

Tag 8: Ziel des heutigen Tages ist Nafpilon, die ehemalige Hauptstadt Griechenlands. Gegen 9:00 Uhr führt uns unsere Strecke über den Kanal von Korinth, wo wir eine bezaubernde Aussicht genießen können, bis hin zum antiken Theater von Epidaurus. Hier machen wir einen kurzen Halt und können für einen kurzen Moment die überragende Akustik des Theaters genießen. Somit ist das Theater nicht nur sehenswert, sondern vor allem hörenswert. Auf der Bühne machen wir mit unserem Road Captain einen kleinen Akustiktest und lassen eine Münze fallen. Ebenfalls kann man die eigene Stimme als Klangbeispiel nutzen und eine kurze Gesangseinlage hinlegen. Das kommt für uns natürlich nicht in Frage, wir wollen ja keine Touristen verschrecken. Der einzigartige Klang lässt sogar die ganz kleinen Gäste aufhorchen, ein Muss bei jedem Griechenlandurlaub. Anschließend geht es weiter zu unserem Tagesziel Nafpilon. Hier erreichen wir gegen 18:00 Uhr unser Hotel und lassen beim Abendessen in einer gemütlichen Runde die vergangenen Tage Revue passieren.

Tag 9: Gegen 9:00 Uhr brechen wir nach Olympia auf. Die zweihundert Kilometer entfernte Stadt führt uns auf kurvigen Bergstraßen durch den Peloponnes. Hier haben wir die Möglichkeit etwas mit dem Gas unsere Harley Davidson zu spielen. Die Kurvenstraßen zaubern jedem Motorradfahrer ein Lächeln ins Gesicht. Um ca. 15:00 Uhr erreichen wir gut gelaunt unser Hotel in Olympia. Nach einer kurzen Verschnaufpause haben wir die Möglichkeit die Wiege der olympischen Spiele zu besichtigen. Damals waren die Wettkämpfe nicht so breit gefächert wie heute. Sie bestanden lediglich aus dem Wagenlenken, dem Kämpfen und dem Ausdauer-Sport. Von unserem Road Captain erfahren wir, dass Olympia in der griechischen Antike ein Ort mit einem Tempel war, welcher den griechischen Gott Zeus ehren sollte. Dabei waren die olympischen Spiele, die alle vier Jahre stattgefunden haben sollen, ein willkommener Anlass. Auch das bekannte olympische Feuer, welches in der heutigen Zeit als Friedensymbol steht, dürfte aus der Antike übernommen worden sein.  Heute ist Olympia für historisch interessierte Touristen ein Muss, allerdings nur wenn man sich anhand der Mauerreste, den umgefallenen Säulen und zerstörten Tempeln, von denen zum größten Teil nur noch Fundamente zu sehen sind, ein Bild machen kann, wie es in der Antike wohl in Olympia ausgesehen haben muss.

Für uns hat sich schon allein die Fahrt über die kurvigen Bergstraßen gelohnt.

Tag 10: Heute fahren wir 390 Kilometer bis nach Agios Georgios Argirades auf Korfu. Dabei können wir mal wieder eine wunderschöne Aussicht entlang der Küstenstraße genießen. Auf der Rio-Andirrio-Brücke legen wir einen kurzen Halt ein und schießen weitere Fotos für unser Urlaubsalbum. Gegen Abend ist die Brücke übrigens wunderbar beleuchtet und eignet sich wunderbar als Postkartenmotiv. Mit einer Gesamtlänge von 2.883 Metern ist die Brücke die zweitlängste Schrägseilbrücke weltweit. Gegen ca. 19:00 Uhr kommen wir an unseren Bungalows für die nächsten zwei Tage an. Hier erwartet uns ein gemeinsames Abendessen mit der gesamten Gruppe, die uns mittlerweile sehr ans Herz gewachsen ist.

Tag 11: Der heutige Tag wird der ehemaligen Kaiserin Elisabeth von Österreich, besser bekannt als Sisi, gewidmet. Wir haben die Möglichkeit an einer freiwilligen Inselrundfahrt mit Besichtigung des Sisi-Schlosses teilzunehmen oder aber einfach den Tag alternativ am Strand zu verbringen. Wir entscheiden uns für den Strandbesuch, da wir schon das bekannte Sisi-Schloss Schönbrunn in Wien besichtigt hatten, außerdem besitzt Korfu die schönsten und längsten Sandstrände Griechenlands. Da dürfen wir uns einen Strandbesuch natürlich nicht entgehen lassen. Mit Sonnencreme bewaffnet verbringen wir einen entspannten Tag auf der Sonnenliege und kühlen uns gelegentlich im angenehm kalten Meer ab.

Tag 12: So langsam neigt sich unsere Reise dem Ende zu und wir müssen uns so langsam von Griechenland verabschieden. Nach einem erholsamen Tag fahren wir zurück nach Igoumenitsa, wo wir die Fähre zurück nach Ancona nehmen. Die Vorzüge an Bord sind uns durch die Hinfahrt bereits bekannt und so verbringen wir auch hier einen weiteren erholsamen Abend und tauschen uns über die vergangenen Tage aus.

Tag 13: Um ca. 16:30 Uhr hält die Fähre im Hafen von Ancona. Von dort aus fahren wir im Sonnenuntergang nach Imola. Die Temperaturen sind auch gegen Abend noch sehr angenehm und auf dem Motorrad gut auszuhalten. Nach ca. 200 Kilometern kommen wir gegen 20:00 Uhr an unserem Hotel an.

Tag 14: Tschüß Griechenland – es war eine wunderschöne Zeit. Heute fahren wir von Ancona zurück nach Bologna, bis nach Verona und von da aus bis nach Vahren/ Brixen. Auf den 400 Kilometern können wir wieder die bezaubernde Landschaft Italiens genießen und frische Alpenluft schnuppern. Nach einem großen Picknick und der ein oder anderen Pause im Grünen, erreichen wir gegen 18:00 Uhr unser Tagesziel und verbringen einen letzten gemeinsamen Abend miteinander.

Tag 15: So schnell vergehen 15 wunderbare Tage! Gegen 14:30 Uhr erreichen wir München und müssen uns von unserer geliebten Harley Davidson verabschieden, bevor morgen die individuelle Heimreise ansteht. Die letzten Tage haben unglaublich viel Spaß gemacht und wir sind uns sicher, dass es nicht die letzte Fahrt mit der Harley war. Auch Griechenland eignet sich durch seine Vielfältigkeit wunderbar für einen Urlaub. Des Weiteren konnten wir nette Bekanntschaften schließen, welche den Urlaub zusätzlich geprägt haben. Diese Reise war wirklich ein echtes Abenteuer, welches wir ohne jegliche Blessuren – ein leichter Sonnenbrand ausgeschlossen – überstanden haben.

Ein großes Dankeschön geht auch an unseren Road Captain, der uns wunderbar von Deutschland bis nach Griechenland gebracht und die Reise mit vielen tollen Highlights gefüllt hat.

Abschließend können wir sagen, dass wir den Urlaub mehr als positiv in Erinnerung behalten werden und definitiv weiterempfehlen können.

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