Marrakesch – Gaukler, Gärten und Genuss

Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzähler, Musiker und geschäftstüchtige Händler füllen den Djemaa el Fna, den zentralen Platz von Marrakesch, bis auf den letzten Winkel aus. Das bunte Treiben, die orientalischen Düfte und das Feilschen an den Ständen lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass hier das Herz von Marrakesch schlägt. Doch die marokkanische „Perle des Südens“ hat auch ihre anderen Seiten. In den prachtvollen Gärten der Stadt und in den intimen Innenhöfen der Riads, der traditionellen marokkanischen Villen, offenbart sich der ruhige, beschauliche Zauber des Orients.

Egal ob tagsüber oder in den Abendstunden – der Marktplatz von Marrakesch ist der beliebteste Treffpunkt der Stadt – und das sowohl für Einheimische als auch für Touristen. Das war nicht immer so, denn früher fanden hier die zum Tod verurteilten Schwerverbrecher ihr Ende. Daran erinnert heutaber nichts mehr, es herrscht ge-schäftiges Treiben und vor allem nach Sonnenuntergang ausgelassene Fröhlichkeit. Gleich nebenan in den engen Gassen der Medina, also der Altstadt von Marra-kesch, finden sich die größten Souks des Landes, enge verwinkelte Gassen mit unzähligen Händlern, die von Gewürzen über Bekleidung bis hin zu Kunstwerken alles anbieten. Feilschen gehört hier zu jedem Kauf unbedingt dazu!Ein völlig anderes Marrakesch offenbaren die Moscheen und Paläste der fast 1.000 Jahre alten Stadt. Die Koutoubia-Moschee mit ihrem 77 Meter hohen markanten Minarett ist das Wahrzeichen von Marrakesch. Im Gegensatz zu vielen anderen Moscheen ist sie von Palmengärten und weiten Flächen umgeben und damit eine Oase der Ruhe am Rande der Medina. Aus diversen Hollywood-Filmen bekannt ist der Bahia-Palast, ein prachtvolles Bauwerk samt Moschee, Hamam und bezaubernden Gärten.Einblick in die liebevoll gepflegten Innenhöfe der marokkanischen Villen erhält man am besten, wenn man sich bei der Wahl seines Quartiers für die sogenannten Riads – übersetzt „Garten mit Bäumen“ – entschei-det. Hier wohnt man authentisch im traditionellen Stil in einer grünen Oase abseits der Hektik der davor liegenden Altstadt. Und was wäre Marokko ohne seine kulinarischen Köst-lichkeiten? Ein halbtägiger Kochkurs, mit dem darü-ber hinaus einheimische Frauen unterstützt werden, ist der perfekte Einstieg in die Küche des Orients!

 

Marokko blüht auf

Wer außergewöhnliche Gärten und ganz besondere Pflanzen sucht, wird in und um Marrakesch ganz sicher fündig:

Jardin Majorelle:
Der botanische Garten wurde 1923 vom französischen Maler Jaques Majorelle angelegt. Yves Saint Laurent holte sich hier Inspirationen für seine Kollektionen.

Le Jardin Secret:
Der „geheime Garten“ ist eine Oase der Ruhe in der geschäftigen Medina von Marrakesch. Er geht auf ein jahrhundertealtes Riad zurück und kann auf eine bewegte Geschichte verweisen.

Menara-Garten:
Der zum UNESCO Weltkulturerbe zählende Stadtpark mit seinem Olivenhain liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische ebenso wie für Touristen.

Anima-Garten:
Im Ourika-Tal hat André Heller den paradiesischen Anima-Garten, eine Mischung aus botanischem Garten und Skulpturenpark, geschaffen. Gut zu kombinieren mit dem Besuch einer Kräuter- und Safranfarm!

Arganöl:
Nur im Südwesten Marokkos wächst der Arganbaum, von dem in althergebrachten Praktiken der Berber das wertvolle Arganöl gewonnen wird. Der Besuch einer Arganöl-Kooperative lässt sich perfekt mit einem Ausflug in die Hafenstadt Essaouira an der Atlantikküste verbinden.

 

Kochen in einer Tajine

Die Tajine ist ein Kochgefäß aus gebranntem Lehm, das speziell in Marokko zur Zubereitung traditioneller Speisen verwendet wird. Durch die runde Form und den konischen, spitz zulaufenden Deckel werden die Speisen besonders schonend im eigenen Saft gegart. Die Mulde am Topfdeckel ist eine sogenannte Dampfsperre, die mit kaltem Wasser gefüllt wird. Dadurch kondensiert der im Inneren aufsteigende Wasserdampf noch besser und die Flüssigkeit läuft wieder in den Topf zurück. Zum Garen werden alle Zutaten gemeinsam in den Topf gegeben. Aber nicht wie bei einem klassischen Eintopf, bei dem alle Zutaten miteinander vermischt werden, sondern sie werden nacheinander im Topf auf-geschichtet. Zutaten mit längerer Garzeit kommen dabei nach unten, solche mit kurzer Garzeit werden darüber ge-schichtet und bei kleiner Hitze langsam gegart. Garzeiten von 1 – 2 Stunden sind dabei keine Seltenheit!Gegessen wird direkt aus der Tajine – und zwar mit den Fingern. Dabei bricht man von dem Brot, das meist als Beilage gereicht wird, ein Stück ab und nimmt damit einen Happen aus der Tajine, aber bitte immer mit der rechten Hand!

Zutaten

800 g Hähnchenfilet
4 EL Olivenöl
2 TL afrikanische Gewürzmischung (Berbere)
400 g frische Pflaumen
2 EL Puderzucker
2 TL Zimt
2 EL Olivenöl
2 Zwiebeln, fein gewürfelt
20 g frischer Ingwer, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen
etwas Salz und Pfeffer
200 ml Wasser
200 g Trockenaprikosen
200 g Trockenpflaumen

 

Zubereitung

Die Hähnchenfilets am Vortag in 4 EL Öl und Berbere-Würzmischung einlegen.Pflaumen waschen, entkernen und vierteln, in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und ca. 6 Minuten kochen. Danach 2 EL Puderzucker und 1 TL Zimt zu-fügen und weitere 4 Minuten köcheln lassen und nicht umrühren! Anschließend abgießen.Die Tajine erwärmen. Beim Kochen mit traditionellen Ton-Tajines sollte man mit kleiner Hitze beginnen, bis sich der Topf erwärmt hat, dann auf mittlere Hitze erhöhen.Olivenöl, Zwiebeln, Zimt, Ingwer, Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer und Wasser in der Tajine mischen und leicht auf-kochen. Dann die Hähnchenfilets in der Tajine aufschichten und für ca. 30 Minuten auf mittlerer Hitze garen. Nach 30 Minuten noch Trockenaprikosen, Trockenpflaumen und gekochte Pflaumen hinzufügen und weitere 10 Minuten köcheln.

Tal der Smaragde: Familienurlaub im Salzburgerland

Kaiser Nero besaß der Legende nach einen als Monokel, man findet sie in den kaiserlichen Kroninsignien in Wien ebenso wie in der Salzburger Dommonstranz: Smaragde aus dem Habachtal im Salzburger Pinzgau. Der wertvollste jemals hier gefundene Smaragd ist sogar Teil der britischen Kronjuwelen und im Londoner Tower zu bestaunen. Noch heute lassen sich im „Tal der Smaragde“ Edelsteine entdecken. Die gemeinsame Suche danach ist eine der vielen Freizeitbeschäftigungen in einem Eldorado für Familien inmitten der alpinen Natur!

Das Habachtal ist ein Seitental der Salzach im National-park Hohe Tauern und die bedeutendste Fundstätte von Smaragden in ganz Europa. Angeblich wurde hier bereits in der Bronzezeit nach dem „grünen Gold“ gesucht. Heute ist der Abbau nicht mehr rentabel, dennoch lassen sich im mitgeführten Schotter des Gebirgsflusses immer wieder einige der wertvollen grünen Edelsteine entdecken. Aber auch wer keinen Erfolg beim Schürfen hat, wird von der unberührten Gebirgslandschaft und der Wanderung am Smaragdweg mit seinen vielen Quellen und Almen begeistert sein!

 

 

Überhaupt bietet die atemberaubende Bergwelt der Hohen Tauern unzählige Möglichkeiten, die freie Natur mit allen Sinnen zu genießen. Mit der Nationalpark Sommercard stehen Familien 60 unterschiedliche Attrak-tionen kostenlos zur Verfügung, darunter die Wasserwelten der Krimmler Wasserfälle, der Wild- und Erlebnis-park Ferleiten mit über 250 Wildtieren sowie verschiedene Erlebnisbäder und Museen für jedes Wetter. Das Auto kann getrost beim Hotel stehenbleiben, denn auch etliche Berg- und Seilbahnen, Nationalparktaxis und die Pinzgaubahn können kostenlos genutzt werden.

 

 

Mit Liesl, Hias und Sepp in s Tal

Kinder sind besonders gern gesehene Gäste, daher gibt es speziell für sie auch eine Alternative für lange Wanderungen. Anstelle zu Fuß vom Berg ins Tal zu gehen, lädt der Rutschenweg am Wildkogel dazu ein, von der Mittelstation mit insgesamt 10 Rutschen bergab zu sausen. Jede hat ihren eigenen Namen – und so beginnt das rasante Rutschvergnügen mit der „Liesl“ und führt über „Heidi“, „Sepp“, „Hias“ und weitere Rutschen bis zur Talstation. Die Eltern dürfen übrigens gerne mitrutschen … wenn sie sich trauen! Ein Abenteuerspielplatz der besonderen Art ist die Kogel-Mogel-Arena auf 2.000 Metern Höhe. Ausgestattet mit Riesentrampolin, Kletterturm, Balancierbalken, Wackeltreppen, frei schwingenden Kletternetzen und vielen weiteren spannenden Erlebnissen können sich Kinder hier so richtig austoben.

 

Unser Hoteltipp: Der Grundlhof

Direkt am Eingang des Habachtales liegt das 4*-Familienhotel Grundlhof in der Smaragdgemeinde Bramberg am Wildkogel. Der Nationalpark Hohe Tauern beginnt sozusagen unmittelbar am Gartenzaun. Während für die Ruhesuchenden ein großer Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Infrarotkabine, Quarz- und Smaragdgrotte zur Verfügung steht, vergnügen sich die Kinder im Streichelzoo oder am Spielplatz. Wer möchte, darf dem Bauern sogar beim Füttern der Tiere helfen und jede Woche gibt es für alle Gäste eine gemeinsame Fackelwanderung.